Hilfe, wir werden ausgespäht

Wie naiv sind wir eigentlich? Gab es wirklich Regierungsmitglieder, die ernsthaft geglaubt haben, wir würden nicht ausgespäht? Es ist doch gerade die Aufgabe der Geheimdienste, Informationen zu sammeln. Dass man dabei sein Augenmerk nur auf Länder richtet, mit denen man nicht befreundet ist, konnte man doch wirklich nicht erwarten. Es war doch beispielsweise für Großbritannien wichtig zu erfahren, wie weit Deutschland bereit war, den britischen Krämerseelen bei den EU-Verhandlungen entgegen zu kommen. Wenn die Briten also die Schmerzgrenze der Deutschen ausgeforscht haben sollten, hätten sie einen großen Vorteil gehabt – etwa so ähnlich wie eine Firma, die bei einer Ausschreibung die Angebote der Konkurrenz kennt. So etwas kann sich doch ein Geheimdienst nicht entgehen lassen.
Ich frage mich nur bei der gewaltigen Datensammelei, wer das alles verarbeiten soll. Im Jahr 2010 wurden nach Schätzungen 107 Billionen E-Mails weltweit verschickt. Wer soll die alle lesen oder auch nur prüfen? Man wird sich also auf bestimmte Personen oder Suchbegriffe beschränken müssen. Der normale Bürger wird wohl kaum Angst haben müssen, dass der Britische Geheimdienst seine Post liest. Und wenn doch – wer hat schon wirklich Geheimnisse zu bieten?

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