Sie schreiben ein Buch? Was nun?

Nehmen wir an, Sie haben ein Buch geschrieben. Sie haben es im Blocksatz (damit die Zeilen am rechten Rand nicht ausfransen) gespeichert. Und Sie haben die Seiten so eingeteilt, dass am Schluss eines Kapitels oder einer Kurzgeschichte nicht zwei hässliche einzelne Zeilen („Hurenkinder“) übrig geblieben sind, die einsam auf einer Seite stehen. Wenn Sie dann Ihr Buch bei einem Verlag so hochladen, kann es sein, dass es dort ganz anders gedruckt wird, weil der PC des Verlags Ihre Datei auf seine Weise darstellt. Plötzlich haben Sie also wieder diese „Hurenkinder“, die als schwerer gestalterischer Fehler anzusehen sind und zur Folge haben, dass die Seitenzahlen Ihres Inhaltsverzeichnisses nicht mehr stimmen. Um das zu vermeiden, müssen Sie Ihr Buch unbedingt als PDF-Datei hochladen.
Das geht mit dem kostenlosen Schreibprogramm libreoffice ganz einfach, indem Sie oben in der Leiste auf „PDF“ drücken:
http://de.libreoffice.org/download/
Bei Windows Word, das ich nicht mehr benutze, brauchen Sie wohl auch heute noch einen eigenen PDF-Creator, den Sie hier kostenlos herunterladen können:
http://www.chip.de/downloads/PDFCreator_13009777.html
Jetzt benötigen Sie „nur“ noch einen Verlag. Wenn Sie meinen, dass Ihr Buch gut ist und die Verlage davon begeistert sein müssten, sieht die Wirklichkeit anders aus. Wie ich von kompetenter Seite gehört habe, ist es völlig sinnlos, dass Sie Ihr Buch an einen renommierten Verlag einsenden. Dort wird man es nicht einmal anschauen. Sie brauchen hier also einen Agenten.
Sie sind daher auf Verlage angewiesen, die sich auf unbekannte Autoren spezialisiert haben. Aber Vorsicht! Da gibt es viele Absahner, die für viel Geld Leistungen anbieten, die sich toll anhören: Aufnahme Ihres Buches in einen Werbeprospekt für den Buchhandel, Ausstellung auf der Buchmesse, Gelegenheit zum Vorlesen auf der Buchmesse usw. Nur: Was haben Sie davon? Der Buchhändler wird den Prospekt wohl in den Papierkorb werfen. Und glauben Sie vielleicht, dass sich Ihr Buch durchsetzt, wenn es unter 140.000 anderen ausgestellt wird?
Wenden Sie sich also an einen seriösen Buchverlag, der für Leute wie Sie solide arbeitet, beispielsweise:
http://www.bod.de/autoren.html
Da können Sie die Leistungen, die Sie haben wollen abrufen.
Ich bin beim Lulu-Verlag:
http://www.lulu.com/de
Dort sind Leistungen, die Sie anderswo bezahlen müssen, umsonst: Auflistung Ihres Buchs bei Amazon und Google, ISBN-Nummer. Und Sie brauchen die Bücher nicht selbst zu versenden.
Das Ganze sieht bei mir so aus:
http://lulu.com/spotlight/peterpoehl
Auch wenn Sie kein Buch verkaufen, haben Sie bei Lulu jedenfalls keine Unkosten gehabt. Und wenn Sie viele Ihrer Werke verkaufen, haben Sie keine Arbeit, denn den Versand übernimmt der Verlag.
Schließlich können Sie auch mit einem örtlichen Verlag zusammenarbeiten. Vielleicht druckt Ihr Zeitungsverlag Ihr Buch und macht Reklame dafür gegen entsprechende Kostenbeteiligung.
Grundsätzlich ist es halt so, dass Sie selbst für Ihr Buch werben müssen oder dass sich das Buch von alleine durchsetzen muss.
Bisher war die Rede von Büchern in konventioneller Form, die man also in die Hand nehmen kann. Die Zeit für solche Bücher wird aber wohl – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ziemlich zu Ende gehen, seit es Ebook-Reader, Tablet-PCs usw. gibt. Sie können also auch diese Schiene benutzen, um Ihr Buch zu vermarkten. Lesen Sie dazu:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/die-e-book-frage-wer-braucht-noch-einen-verlag-a-766824.html
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/e-book-bestseller-verleg-dich-selbst-und-mach-millionen-a-748220.html
Solche digitalen Bücher werden im epub-Format geschrieben. Die entsprechenden Verlage stellen die erforderlichen Programme zur Verfügung. Sie können auch dieses Programm benutzen:
http://calibre-ebook.com/download_windows
Digitale Bücher können Sie hochladen bei:
http://www.xinxii.com/
http://www.literaturcafe.de/amazon-kindle-10-tipps-wie-sie-ihr-eigenes-e-book-veroeffentlichen/
http://www.neobooks.com/
Bei all diesen Verlagen können Sie sehen, wie Ihr Buch läuft, und es kostet Sie keinen Cent. Schauen Sie mal Tag für Tag auf diesen Seiten vorbei und Sie werden staunen, wie viele neue Bücher da jeweils hinzu kommen.
Neobooks bietet übrigens eine interessante Variante: Die Firma ist ein Ableger der Verlags Droemer Knaur und vielgelesene digitale Bücher werden dort auch gedruckt.
Noch eine Warnung: Laden Sie Ihr Buch nicht bei beliebig vielen Verlagen hoch, ohne die AGB der Verlage gelesen zu haben. Es könnte sein, dass Sie mit dem Hochladen das Copyright weggegeben haben und nicht mehr anderswo veröffentlichen dürfen.
Und noch ein Gedanke zum Bücherveröffentlichen: Es gibt heute Tausende von Büchern, die Sie kostenlos aus dem Internet herunterladen können:
http://www.pageplace.de/de/bucher/kostenlose-ebooks.html
http://www.gutenberg.org/wiki/DE_Hauptseite
und viele andere. Da könnte man ein Leben lang lesen, ohne einen Cent auszugeben. Vielleicht überlegen Sie sich einmal, ob Sie nicht auch ein Buch kostenlos anbieten sollten, um damit bekannt zu werden. Auf meiner Homepage gibt es vieles auch umsonst und die Leute freuen sich darüber:
http://mitglied.multimania.de/peterpoehl/
Wenn Sie noch ergänzende Ideen haben, schreiben Sie diese doch als Kommentar!

Ein Kommentar zu „Sie schreiben ein Buch? Was nun?

  1. Danke für die guten Tipps. Ich habe mein erstes Buch bei bod vermarktet. Bin gerade so auf meine Kosten gekommen. Werde mich nun für mein nächstes Buch bei deinen o.a. links informieren.
    lg

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