Geile Blicke und sabbernde Anmache

Ach, Frau Schwarzer, was muss ich da wieder von Ihnen lesen:
Für Sie ist die Journalistein Himmelreich das Abbild einer neuen Frauengeneration, die sich „geile Blicke und sabbernde Anmache“ nicht mehr gefallen lassen will.
Frau Schwarzer, Sie finden, Brüderle sei ein Mann von gestern. Mag sein. Dann sind Sie aber eine Frau von vorgestern. Der Spruch von alten geilen sabbernden Männern stammt doch aus der Mottenkiste der Emanzenbewegung, als Ihresgleichen noch die Büstenhalter verbrannten, um sich von diesen, Ihnen angeblich von den Männern aufgezwungenen, einengenden Kleidungsstücken zu befreien.
Ich habe noch nie einen „sabbernden“ Mann gesehen, außer im Altenheim beim Essen. Die anderen angeblich sabbernden Männer existieren doch nur in Ihrer Einbildung. Ich behaupte ja auch nicht, dass Sie ein Gift sabberndes altes Weib sind.
Und was die „geilen Blicke“ angeht, so schauen Sie sich doch einmal Ihre Geschlechtsgenossinnen an, wie sie auf den roten Teppichen oder bei den Awards erscheinen. Müssen da jetzt die Männer wegschauen? Und wenn sie schauen, ist das gleich ein geiler Blick?
Wozu lassen sich immer mehr Frauen die Brüste operieren und warum betätigen sich ständig irgendwelche weiblichen Stars als „Busenblitzerinnen“? Etwa für die Lesben?
Wie Sie sehen, Frau Schwarzer, bin ich ein Mann von vorgestern.
In meiner Jugend wurde eine Bekannte von einer Mädchenschule nach Hause geschickt, weil sie mit einem ausgeschnittenen Pulli in den Unterricht kam.
Was für eine andere Einstellung hatten auch die jungen Frauen damals zu dem, was heute als Sexismus gilt. So hatte meine Tennispartnerin immer schon ihren kurzen Tennisrock an, wenn Sie zum Platz kam. Dabei musste sie an einer Baustelle vorbei gehen. Das sorgte natürlich für Furore unter den Arbeitern. Dass man hinter ihr her pfiff, war noch das Mindeste. Und die Sprüche der Maurer waren natürlich auch entsprechend deftig. Meine Partnerin hat sich darüber sehr amüsiert und sich anscheinend gefreut, so viel Aufmerksamkeit erregt zu haben. Heute würden Ihre aufgehetzten Jüngerinnen gleich zur Frauenbeauftragten rennen.
Meine Partnerin aber kam jedes Mal wieder im gleichen luftigen Aufzug zum Tennisplatz und begründete dies damit, dass die Bauarbeiter bei ihrer schweren Arbeit auch mal eine kleine Freude haben sollten. Und sie hatte ihren Spaß dabei.
Wie freudlos würde das heute nach Ihren Vorstellungen ablaufen.

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