Verbraucher um 50 Milliarden betrogen

Nach einer Studie der Uni Bamberg, die von den Grünen in Auftrag gegeben wurde, zahlen die Verbraucher infolge schlechter Beratung, mangelnder Kundenorientierung und wegen des Fehlens wirksamer Verbraucherschutzregeln jährlich insgesamt 50 Milliarden Euro zu viel. Besonders die Riesterrente hat sich als großer Reinfall erwiesen. Sie wurde ja seinerzeit von der Regierung als das Mittel gegen Altersarmut propagiert und unterstützt. Tatsächlich aber hat sich die Regierung von der Versicherungsbranche über den Tisch ziehen lassen, wie schon frühzeitig Mathematiker und Finanzfachleute festgestellt haben. Wegen der staatlichen Unterstützung der Riesterrente glaubten die Verbraucher, mit dem Abschluss eines solchen Vertrages ein gutes Geschäft zu machen. Denn auch die Banken und Versicherungen warben so, als ob man enorme Vorteile durch die Riesterrente erzielen könne. Bei der Sparkasse etwa konnte man lesen:
„Eine Altersvorsorge auf freiwilliger Basis, die gleich mehrfach finanziell gefördert wird.
Sichern Sie sich jetzt die Vorteile der Riester-Rente und profitieren Sie von der finanziellen Förderung durch den Staat. Damit Sie auch im Alter gut versorgt bleiben.“
Alles Humbug! Schlimm, wie mit den Verbrauchern umgegangen wird! Noch schlimmer aber ist, dass sich hier offensichtlich die Lobby der Banken und Versicherungen eine Verdienstquelle erschlossen hat, die die Regierung entweder nicht bemerkt hat oder nicht bemerken wollte.
Wir schlichten Beobachter dieses Dramas fragen uns: Wie können Leute, die nicht in der Lage sind, eine einfache Rente richtig zu berechnen, eine Finanzkrise bewältigen?

Ein Kommentar zu „Verbraucher um 50 Milliarden betrogen

  1. „Der Zins ist ja sicher ein besonderer Reiz für den Sparer. Aber nötig ist dieser besondere Reiz nicht. Der Spartrieb ist auch ohne diesen Reiz stark genug. Übrigens, so kräftig der Zins als Sparreiz auch wirken mag, so ist er doch keinesfalls stärker als das Hindernis, das der Zins dem Sparer errichtet. Infolge der Zinslasten heißt sparen heute für die Volksmassen – entsagen, entbehren, hungern, frieren und nach Luft schnappen. Denn gerade durch den Zins, den der Arbeiter erst für andere aufbringen muß, wird der Arbeitsertrag so stark beschnitten, daß in der Regel der Arbeiter an Sparen überhaupt nicht denken kann. Ist also der Zins ein Sparreiz, so ist er in noch stärkerem Grade ein Sparhindernis. Der Zins beschränkt die Sparmöglichkeit auf ganz kleine Kreise, und die Sparfähigkeit auf die Wenigen aus diesen Kreisen, die den nötigen Entsagungsmut dazu haben. Sinkt der Zins auf Null, so steigt der Arbeitsertrag um den vollen Betrag der Zinslasten, und entsprechend erweitert sich die Sparmöglichkeit und Sparfähigkeit. Und es ist doch sicher leichter, von 200 Mark, als von 100 Mark 5 Mark zu sparen. Und wahrscheinlich wird derjenige, der durch die Zinsaussichten mitbestimmt wurde, bei 100 Mark sich und seinen Kindern 10 Mark am Munde abzusparen, bei 200 Mark ohne jenen Reiz, aus natürlichen Spartrieben, wenn auch nicht 110 Mark, so doch erheblich mehr als 10 Mark sparen.“

    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/5_5.htm

    Beim Studium des ganzen Kapitels – oder besser des ganzen Buches – klären sich auch alle anderen Denkfehler auf der Grundlage einer a priori fehlerhaften Geld- und Bodenordnung, die aus der Marktwirtschaft – von einem Krieg bis zum nächsten und dazwischen mit exponentiell steigender Tendenz – eine kapitalistische Marktwirtschaft macht.

    Geld – wie es (noch) ist und wie es sein soll
    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

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