Es gibt keine schwulen Fußballer und das ist gut so!

Von Wowereit stammt der Ausspruch: „Ich bin schwul, und das ist gut so.“ Er ist nicht der einzige, der das gut findet, sondern eine ganze Reihe von anderen Politikern und Showgrößen haben sich „geoutet“. Wieso eigentlich? Wen geht das etwas an, wer mit wem ins Bett geht? Die Leute sollen ihre Arbeit machen und ihr Privatleben für sich behalten.
Aber die Promis haben erkannt, dass sich das Privatleben gut vermarkten lässt. So gibt es heutzutage Sendungen, die früher undenkbar gewesen wären. Sogar im öffentlich-rechtlichen Sender ZDF wird der neueste Tratsch über Promis verbreitet und man sieht förmlich vor seinem inneren Auge die Manager dieser Promis bei den Sendern Schlange stehen, damit diese ihren Star mal wieder ins Fernsehen bringen, denn das steigert seinen Marktwert. Dabei muss man darauf achten, dass man dem richtigen Trend folgt: Früher haben viele Stars nicht geheiratet, denn das umgab sie mit einer Aura des Geheimnisvollen, oder sie lebten in „wilder Ehe“, was bei den früheren Moralanschauungen und Gesetzen als mutig, sexy oder geradezu abenteuerlich galt. Heute heiraten sie lieber, weil sich eine Hochzeit gut vermarkten lässt und der später folgende Rosenkrieg bei der Scheidung auch wieder Honorare abwirft.
Beim Fußball ist nun aber alles anders: Frauen wird man da vielleicht zugestehen, dass sie Lesben sind, denn Fußball ist ein Kampfsport. Aus diesem Grund wird das schlichte Publikum aber keine schwulen Männer auf dem Platz sehen wollen, weil diese nach weit verbreiteter Ansicht eher weichlich veranlagt sind.
Es ist also keine gute Idee unserer Kanzlerin, wenn sie meint, es solle sich endlich mal ein schwuler Fußballer outen. Der Mann würde nur alle Vorurteile auf sich lenken. Nachdem nun das Thema Homosexualität der Promis bis zum Überdruss in den Medien breit getreten wurde, kann man mit den Outen der sexuelle Andersartigkeit sowieso keine Aufmerksamkeit mehr erregen. Also da schweigt ein Fußballer besser. Und so wird dieses Thema wohl so langsam in der Versenkung verschwinden

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