Lebensmittel oder (Death-) Food?

Das Wort Lebensmittel, also Mittel zum Leben, wird immer mehr durch das Wort „Food“ ersetzt, das mehr nach Viehfutter klingt. Die Sprache ist da oft recht feinfühlig und führt neue Worte ein, wenn sich die Verhältnisse gewandelt haben. Heute steht bei dem, was wir zu essen bekommen im Vordergrund: Wie kann man das billig herstellen, günstig transportieren und lange lagern?
Wissenschaftler der Universität Caen fanden nun mit neuen Studien heraus, dass Ratten früher sterben und vor allem an Krebs erkranken, wenn sie mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert werden. Die Untersuchung hat nicht zuletzt deshalb auch in Brüssel sofort großes Aufsehen verursacht, weil die Testreihen an Versuchstieren über einen viel längeren Zeitraum durchgeführt wurden als bisher. Der Sprecher des EU-Gesundheitskommissars verwies darauf: Der überwiegende Teil der Studien, die für die Genehmigung von genveränderten Nahrungsmitteln herangezogen werde, untersuche nur die gesundheitlichen Auswirkungen über 90 Tage hinweg.
Wir sehen also, wie oberflächlich unsere Lebensmittel untersucht werden.
Schon als der Gen-Mais aufkam, warnte ein Professor vor den Folgen. Er hatte durch Tierexperimente festgestellt, dass das Organwachstum bei der Fütterung mit Gen-Mais verlangsamt werde. Der Mann wurde von seiner Uni entlassen – wie vermutet wurde, auf Druck der Lebensmittelindustrie.
Und noch eine Meldung über das angeblich gesündeste Lebensmittel bekommen wir zu lesen:
Die Milch von hornlosen Kühen soll Lactose-Intoleranz auslösen. Auch hier erleben wir wieder, wie es in der Lebensmittelindustrie zugeht. Als jemand behauptete, die Hörner seien für die Verdauung der Kühe wichtig, wurde er verhöhnt. Aber nun sehen wir selbst, dass bei hornlosen Kühen etwas an der Verdauung schief laufen muss, denn sonst würde deren Milch keine Lactose-Intoleranz auslösen.
Übrigens ist Milch Gift für Männer. Sie schadet der Prostata.
So gesund, wie uns immer eingehämmert wird, ist die Milch also gar nicht. Es wird langsam Zeit, dass bei der Milch Warnungen aufgedruckt werden wie bei den Zigaretten: „Achtung! Kann Lactose-Intoleranz auslösen. Vorsicht Männer! Milch kann die Prostata schädigen!“

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