Beschneidung: Ich bin entsetzt

Nun scheint alles darauf hinaus zu laufen, dass die Beschneidung in Deutschland zugelassen wird. Wieso brauchen wir nach 2000 Jahren ein solches Gesetz? Ist es nicht Aufgabe des Staates, wehrlose kleine Kinder vor solchen Verletzungen zu bewahren? Gehört das nicht zu unserer Rechtskultur und gilt es nicht, diese zu bewahren anstatt auf fremde Religionen Rücksicht zu nehmen? Wir regen uns über die „Beschneidung“ von Mädchen auf, aber besteht nicht nur eine gradueller Unterschied zwischen den Beschneidungen von Jungen und Mädchen? Kann man mit der Beschneidung nicht warten, bis die Kinder volljährig sind und sich selbst dafür entscheiden können oder dagegen?
Aber die Religionen können nicht warten. Sie wollen die Kinder schon ganz früh prägen, weil sie wissen, dass sie auf diese Weise ihre Mitgliederzahl einigermaßen halten können. Was würde wohl heraus kommen, wenn man die Kinder frei erziehen würde und sie als Erwachsene auswählen lassen würde, welcher Religion sie angehören wollen?
„Kleiner Finger – die ganze Hand!“ Lautet ein Sprichwort. Wenn wir bei der Beschneidung unser Rechtsverständnis aufgeben, wird es weiter gehen: Die Moslems werden verlangen, dass wir die Polygamie einführen, denn sie dürfen als Männer mehrere Frauen haben. Ja, warum sind wir nicht eher darauf gekommen, diese Neuerung bei uns einzuführen? Wir Männer würden da doch völlig neue Erfahrungen machen: Wenn eine der mehreren Frauen Migräne hat…
Aber lassen wir das. Die Gleichheit aller Menschen verlangt aber doch wohl, dass nicht nur die Homosexuellen ihre Sexualität ausleben dürfen, indem sie heiraten können, sondern das muss auch den Polygamisten zugestanden werden, indem man sie mehrfach heiraten lässt. Da sollten die Polygamisten mal bis vor den Europäischen Gerichtshof gehen.
Und was ist mit dem Harem? Gehört der nicht vielleicht auch zur Kultur oder sogar zur religiösen Tradition, die gewisse Menschen mit arabischem Migrationshintergrund hier ausleben wollen?
Ja, da gäbe es noch viele Ideen, die wir als Multikulti-Staat sicherlich diensteifrig übernehmen müssten. Mancher deutsche Mann würde es sicher begrüßen, wenn er seine Frau im Harem halten könnte, anstatt dass sie beim Shoppen sein Geld ausgibt.
Mein Vater pflegte immer zu sagen: „Der deutsche Kellner ist der Beste!“ Damit wollte er nichts über das Gaststättenpersonal sagen, sondern ausdrücken, dass wir ein Volk von „Arschkriechern“ sind.

6 Kommentare zu „Beschneidung: Ich bin entsetzt

  1. Das Ende aller Messianismen (von „Judentum“ bis „(Pseudo)Wissenschaft“):

    Wann werde ich endlich in einer intelligenten Welt (IQ > 200) leben können ohne diesen jahrtausendealten messianisch-beschnittenen-traumatisierten Terror überall, d.h. ohne diesen jüdisch-christlich-muslimisch-kapitalistisch-kommunistisch-faschistisch-hypersozial-hypermedial-politisch-juristisch-pseudowissenschaftlichen Schwachsinn überall?

    Und zum Angriff Israels („Juden“) auf den Iran („Arier“):
    Geht lieber Karotten und Bäume pflanzen, ihr verdammten Idioten überall, die mir tagtäglich meine Welt kaputt machen!

  2. Ich hoffe nur, dass es nicht auch noch ein Ausnahmegesetz zu Mord und Todschlag gibt, damit die alte religiöse Tradition der Steinigung wieder straflos ausgeübt werden kann.

  3. Ich bin Antisemit…
    ,,, nicht wirklich, sondern nur von Frau Knobloch als solcher beschimpft worden. Mein Vergehen war, dass ich mich seinerzeit in die Diskussion eingemischt hatte, ob die Stelen als Erinnerungsstätte für die ermordeten Juden vor dem Reichstag aufgestellt werden sollen. Ich habe gefunden, dass dieser Platz nicht in eine Art Friedhof verwandelt werden sollte, sondern als Ort des Lebens gestaltet werden sollte. Diese meine Meinungsäußerung beantwortete Frau Knobloch damit, dass sie mich als Antisemiten bezeichnete.
    Die gleiche unsinnige Verallgemeinerung benutzt sie nun wieder, wenn es um die Beschneidung geht. Da stellt sie die Frage: „Wollt Ihr uns noch?“ Das Verbot der Beschneidung mit Vertreibung gleichzusetzen, zeigt, dass Frau Knobloch nicht verstanden hat, in welchem Staat sie lebt. In diesem Lande wird die körperliche Unversehrtheit geschützt, besonders die von Neugeborenen, die sich nicht wehren können. Ist es nun wirklich so schlimm, wenn sich die Juden hier an diese Rechtskultur anpassen sollen? Ist es so dramatisch, wenn die Juden mir der Beschneidung bis zur Volljährigkeit warten müssen?
    Normalerweise ist es so, dass diejenigen, die in einem Land leben, sich dessen Sitten und Gebräuchen anpassen. Frau Knobloch aber denkt umgekehrt und das ist nicht gut, auch wenn sich Seehofer gerade beeilt, sich an ihre Seite zu stellen.

    1. Das frage ich mich auch immer wieder. Bin ich antisemitisch oder antijüdisch, weil ich mich für das Recht auf Unversehrtheit auch für neugeborene Juden einsetze ? Und auch für jüdische Eltern, die ihren Kindern diesen Eingriff nicht zumuten möchten ?

  4. Jeder Körper, der den Mund aufmacht und sagt, es gebe so etwas wie „wir Juden“, ist wohl ein Dummkopf. Denn: es gibt zunächst einmal nur individuelle Körper − von denen die meisten zwar vielleicht sprechen, aber darüber hinaus wohl nicht einmal denken können…

    „Ich habe schon genug mit meinem Menschsein zu tun. Warum muss ich denn auch noch Franzose und Calvinist (etc.) sein?“ (Michel de Montaigne). Wenn also jemand behauptet,
    er sei „Jude“ oder „Deutscher“ (etc.), so ist er letztlich „selber schuld“ (Immanuel Kant, 18.Jh.) − oder noch schlimmer: hat einfach den Montaigne (16.Jh.) nicht gelesen…

    Tja, überall nur noch jüdische „Meme“ und Ideologien, die mir meine Welt versauen (=> Christen => Protestanten => Kapitalisten => Kommunisten-Marxisten => Nazis => jüd. Hollywood => …) — und keiner merkt was, weil sie alle schon fest im Griff „jüdischer Meme“ (Political correctness) sind!

  5. Danke für die Kommentare!
    Ich komme heute noch einmal auf das Thema zurück und werde folgenden Beitrag veröffentlichen:

    Nochmals zum Thema Beschneidung: Ich bin entsetzt!
    Nun liegt also ein Gesetzentwurf über die Zulässigkeit der Beschneidung vor. Das war zu erwarten, denn wir sind ein Volk, das bei solchen Problemen sofort einknickt. Ich hoffe doch aber sehr, dass bei diesem Gesetz der Fraktionszwang aufgehoben wird (Warum gibt es den überhaupt?). Vielleicht regt sich dann bei dem einen oder anderen Abgeordneten das Gewissen, das ihm sagt, dass wehrlose Babys vor solchen Verstümmelungen bewahrt werden müssen. Vielleicht kann mir mal jemand den Sinn solcher Operationen erklären. „Tradition“ ist für mich keine Erklärung.
    Und warum kann man nicht warten, bis jemand volljährig ist und selbst entscheiden kann, was er will? Haben Moslems und Juden insoweit nicht den nötigen Respekt vor ihrem Nachwuchs? Was mich nun aber an der Diskussion besonders stört, ist die Tatsache, dass unsere Kirchen nicht für die wehrlosen Kleinkinder eintreten, sondern die Beschneidung befürworten. Schlimm!
    Hoffen wir, dass unser Recht nicht so weit absinkt, dass es etwas, was als Körperverletzung strafbar ist, per Gesetz zur religiösen Wohltat erklärt.
    Wir regen uns über die Genitalverstümmelung bei Frauen auf, die sicher schlimmer ist als die Beschneidung. Aber vom Ansatz her ist beides das Gleiche. Sollten nicht alle Religionen den menschlichen Körper als Gottesgeschenk betrachten, den man aus Ehrfurcht vor dem Schöpfer so akzeptiert, wie er ihn gemacht hat? Wie wäre es denn, wenn unsere Kirchen einmal diesen Gedanken anderen näher bringen würden? Ach so, das geht nicht, denn wir Deutschen dürfen ja niemanden belehren! Uns wird ja immer gleich als unangebrachte Belehrung ausgelegt, wenn wir mal unsere Meinung sagen.

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