Rentenlast und Generationengerechtigkeit

Die Arbeitnehmer, die über die zu hohe Rentenlast jammern, kommen mir vor, wie ein Sohn, der sich darüber beklagt, dass er seinen Vater versorgen muss, obwohl der ihm kein Geld zahlen, sondern nur Grundstücke dafür hergeben kann. Was hat die ältere Generation nicht alles der jungen hinterlassen: Bahnhöfe, Gleise, Postämter, Kasernen, Krankenhäuser, Versicherungen…und alles wird heute verscherbelt. Man müsste einmal ausrechnen, welchen finanziellen Vorteil die jüngere Generation durch die Leistungen ihrer Väter erlangt hat. Und wenn heute junge Leute für mehr Rentner aufkommen müssen als die Generation vorher, so wird das durch die gesteigerte Produktivität mehr als wett gemacht. Ein Beispiel: Im Jahr 1960 stellten in der Stahlindustrie 417 000 Leute 34,1 Tonnen Stahl her, im Jahr 2006 genügten 90 000 Mitarbeiter, um 47,2 Tonnen Stahl zu produzieren.
Niemand mag genau nachrechnen, wie es nun wirklich mit der Generationengerechtigkeit aussieht. Es ist ja auch einfacher, wenn man mit Schlagworten sein ideologisches Süppchen kocht.

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