Zum Anwaltstag

Heute ist der deutsche Anwaltstag. Auch wer keine Ahnung davon hat, über was gesprochen wird, kann es erraten: Wie bei den Ärztetagen auch geht es in erster Linie ums Geld. Die Anwälte wollen höhere Gebühren. Schon jetzt ist das Streiten vor Gericht so teuer, dass es sich häufig nicht lohnt – und davon leben viele Unternehmen, denen es darum geht, auf krummen Touren abzukassieren.
Was die Gebühren in Zivilprozessen angeht, richten sich diese nach dem Streitwert, steigen also mit der Inflation. Insoweit bedarf es demnach keiner Anhebung.
Womit sich die Anwälte aber einmal in erster Linie befassen sollten, wäre dieses Thema: Es gibt zahlreiche Firmen, die in gesetzwidriger Weise bei Telefon-Nutzern oder Internet-Besuchern abkassieren. Obwohl die Gesetzwidrigkeit offenkundig ist, finden diese Unternehmen immer wieder Anwälte, die mit üblen Drohungen gegen die Opfer vorgehen, bis diese schließlich den Nervenkrieg aufgeben und zahlen.
Gegen diese Unrechtsanwälte vorzugehen sollte das oberste Ziel des Anwaltstages sein. Aber da scheint nicht viel Interesse zu bestehen. Wenn man dieses Anliegen der Standesorganisation vorträgt, erhält man nicht einmal eine Antwort.

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